Materialdatenbank

Zugprobe (Animation)

Seit den Anfängen der Crashsimulationen im Automobilbau ist die Anzahl der verwendeten Materialmodelle deutlich angewachsen. Für Werkstoffe wie z.B. Stahl, Aluminium oder Kunststoff haben sich verschiedene Materialmodelle bewährt.

Ein solches Materialmodell greift unter anderem auf Messergebnisse (Rohdaten) aus Zug-, Druck- und Scherversuchen zurück. Je nach Anforderung liegen solche Rohdaten aus quasistatischen und dynamischen Messungen vor. Für Kunststoffe ist es zusätzlich sinnvoll neben der Dehnrate auch verschiedene Temperaturbereiche zu berücksichtigen.

Der Erfolg der Simulation hängt also im Wesentlichen von der Qualität und der Quantität der Rohdaten ab, die Eingang in eine Materialkarte finden. Daher ist es zweckmäßig, die entsprechenden Rohdaten einem Algorithmus zu unterziehen. Dieser ermöglicht es, Messergebnisse aus Standartmessmethoden, wie Dehnmessstreifen und Extensometern, und auch optischer Messung in eine Materialkarte umzuwandeln und diese in eine Materialdatenbank einzuspeisen. Dabei gilt es Messfehler zu erkennen und Approximationen vorzunehmen, welche die Datenmengen für den FEM Code verwendbar machen.